Mallorcas Landschaft erkunden

Die Insel ist bekannt für Strand, Sonne und Halligalli. Wo genau befinden sich die schönsten Strände, die imposantesten Aussichten, die erlebnisreichsten Wanderrouten oder die besten Plätze für einen Sonnenuntergang? Für die Antworten was Mallorca und seine Natur zu bieten hat, sind Inselkenner gefragt.

Auf dem Höhenwanderweg zeigt sich die Insel von der stillen Seite

Die Serra de Tramuntana trennt 500 Höhenmeter vom Meer. Dorthin führt keine öffentliche Straße. So können Sie den Sonnenuntergang nur genießen, wenn Sie den Aufstieg aus eigener Kraft bewältigen. So schlängelt sich die TrockensteinrouteGR 221, Mallorquiner nennen diese Straßen, die „Ruta de pedra en sec“ hoch über dem Wasser entlang. Dieser Fernwanderweg startet in Deià, über Port de Sóller, und endet in Pollença. Zunächst läuft der Wanderweg an der Küste entlang, wo zwischendurch der Sprung ins kühle Nass wartet. Danach windet sich der Weg durch die stattlichen Berge der Insel. Über mehrere Tage können Wanderungen auf Mallorca zwischen Natur Phänomenen unternommen werden. Abends stehen Steinhütten mit Betten für den Besucher bereit, um die Tagesetappe zu genießen. Leckere mallorquinische Hausmannskost wird dann zu später Stunde auf den Terrassen serviert.

Sóller: Die einzigartige Wanderwelt von Mallorca

Immer wieder ruhen sich die fleißigen Wanderer in Cafés rund um die „Plaça Constitució“ aus. Jeder ist eingeladen im Schatten der Bäume über Steigungen und zurückgelegte Entfernungen zu diskutieren. Oftmals servieren die Kellner große Gläser Orangensaft dazu. Warum gerade Orangensaft oder Orangeneis? Heute stehen leider nur noch rund 100.000 Orangenbäume im Tal. Bevor die traditionelle Bahnlinie eröffnete, direkt nach Palma, waren es etliche mehr. Mithilfe der Bahn wird die letzte Etappe zur Erholungstour. Im offenen Waggon gemütlich die Landschaft betrachten. Damals profitierten hauptsächlich die Franzosen von den frischen Früchten. Direkt vom Hafen wurden die Orangen nach Marseille und Toulon verschifft. So mussten die schmalen Pfade der Serra de Tramuntana, runter bis Palma, nicht als Transportwege herhalten.

Mirador es Colomer: Sonnenuntergang mitten auf Mallorca

Im Norden der Insel ragt das Cap de Formentor tapfer ins Meer. Der Fels bricht steil zum Meer ab. Mirador es Colomer: Dabei handelt es sich, um einen kurzen, betonierten Klippenweg, der drei grandiose Aussichtspunkte verbindet. Sie können sich entspannt auf ein Steinmäuerchen setzen und thronen somit mehr als 200 Meter über dem Meer. Eine andere Möglichkeit, die letzten Züge der Sonne zu genießen, bieten die Pilgergassen. Mallorca neben Natur erwartet den Wanderer vom Cúber-Stausee nach Sóller. Im ersten Teil müssen 1090 Meter bezwungen werden. Aber der Abstieg erfolgt sanft durch die hinreißende Biniaraix-Schlucht. Es ist ein treppenartig angelegter Weg, der vom Sóller zum Kloster Lluc führt. Dies liegt im nordwestlichen Teil der Insel und ist somit mitsamt Sonnenuntergang zu genießen.